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Schwäche zeigen macht stark.

Aktualisiert: 19. Jan.


Gehörst du auch zu denen, die alles irgendwie hinkriegen? Wenn jemand fragt, ob du Hilfe brauchst, lehnst du ab. Schaffst du schon. Du bist schließlich stark. Hart im Nehmen. Bringst Leistung...


Warum? Weil du nicht schwach sein willst? Weil du nach Anerkennung strebst? Niemandem zur Last fallen willst? Vielleicht auch, weil das zu deinem Selbstbild passt.


Letzte Woche "durfte" ich mal schwach sein. Ich wurde plötzlich ins Krankenhaus katapultiert. Musste schnell operiert werden und war - zumindest ein paar Stunden - recht hilflos. Das war nicht schön, doch ich hab einiges lernen dürfen. Vor allem, warum immer stark sein (wollen), eine Schwäche ist und es gut ist, auch mal schwach zu sein.




1. Schwäche zeigen und Kontrolle abgeben entspannt.


Manchmal ist es schlau, sich mit einer Situation abzufinden, die du nicht ändern kannst. Kämpfen kostet Kraft. Diese Kraft kannst du sinnvoller einsetzen. Entspann´ dich und sammle deine Energie für den Moment, wenn Handeln wieder etwas bringt.



2. Schwäche zeigen und Unterstützung zulassen, stärkt dein Selbstwertgefühl.


"Die Frage ist nicht, ob du Unterstützung brauchst, sondern ob es dir gut tut." Dieser Satz meiner lieben Freundin und Coachin Andrea bringt es auf den Punkt. Klar schaff ich alles irgendwie selbst. Bin doch stark... Nur tut es mir gut? Sei lieb zu dir! Du bist es wert.


3. Schwäche zeigen und Hilfe annehmen stärkt deine sozialen Verbindungen.


Wie fühlst du dich, wenn jemand deine Hilfe ablehnt? Und ich meine ehrliche Hilfsangebote, die aus vollem Herzen kommen; keine Pseudo-Angebote. Hast du Lust, in einer ähnlichen Situation wieder deine Unterstützung anzubieten? Wer Hilfe ablehnt, beraubt sich wertvoller Ressourcen. Wer Hilfe annimmt, stärkt Verbindungen.



4. Schwäche zeigen schafft Nähe und Verbundenheit.


Wenn wir auch mal schwach sind. Unsere weiche, verletztliche Seite zeigen, öffnen wir uns. Das schafft Nähe und Verbundenheit. Sehnen sich nicht gerade starke Menschen oft genau danach? Probier es aus. Lass es zu.



5. Schwäche zeigen ist Eigenverantwortung.


Du bist dafür verantwortlich, Grenzen zu setzen. Klingt simpel. Doch denken wir nicht oft, die anderen müssten doch sehen, dass wir überlastet sind. Dass es uns schlecht geht...


Das tun sie meist nicht. Jeder hat sein Leben. Ist in seiner eigenen Welt. Und nicht alle Menschen sind so empathisch wie du.


Wenn du nicht ganz klar kommunizierst, was du brauchst und möchtest, wissen es deine Mitmenschen einfach nicht. Und sie denken "Die kriegt ja immer alles hin. Da ist das ja wohl kein Problem."


Menschen wünschen sich klare Ansagen. Verwende deine Kraft rechtzeitig dafür. Das bringt dir Luft zum Atmen und Respekt. Das fleißige Bienchen wird nicht das Rennen gewinnen.



6. Schwäche zeigen ist Prävention.


Auftanken statt Ausbrennen!


Stell dir vor, du gibst alles. Bist am Anschlag. Und dann kommt da noch etwas Unvorhergesehenes. Was machst du ohne Reserven?


Lass es nicht soweit kommen. Achte darauf, dass dein Energietank immer gut gefüllt ist. 80% deiner Kraft müssen für den Alltagsirrsinn reichen. Mehr solltest du nur in Notfällen geben. Also, STOP-Schild frühzeitig zücken!



Welche Erfahrungen hast du gemacht, wenn du auch mal Schwäche gezeigt hast?

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